Der alte Grill, das Bettgestell, die Rohre aus dem Bad, der Zaun aus dem Garten: Irgendwann steht die Frage im Raum: Metall entsorgen oder verkaufen – und wohin damit? Die gute Nachricht: Altmetall ist kein Müll, sondern Rohstoff – Sie müssen es fast nie kostenpflichtig entsorgen, und oft bekommen Sie sogar Geld dafür. Welcher Weg der richtige ist, hängt von Menge, Sorte und Ihrem Aufwand ab. Hier der Vergleich der vier üblichen Wege.
Weg 1: Wertstoffhof – kostenlos loswerden, kein Erlös
Die kommunalen Wertstoffhöfe nehmen Altmetall aus Privathaushalten in haushaltsüblichen Mengen in der Regel kostenlos an. Sie werfen es in den Metallcontainer, fertig. Was Sie dort nicht bekommen: Geld. Der Wertstoffhof vermarktet das Metall selbst. Wenn Sie ohnehin zum Wertstoffhof fahren, nehmen Sie Kleinstmengen Schrott einfach mit – für einen einzelnen Gegenstand ist das der bequemste Weg. Bei größeren Mengen, Gewerbeabfällen oder Sonderfällen gelten je nach Kommune Grenzen und Gebühren – erkundigen Sie sich vorher.
Weg 2: Sperrmüll – bequem, aber oft mit Wartezeit
Metallschrott wird bei der Sperrmüllabfuhr vielerorts getrennt eingesammelt. Sie melden den Termin an, stellen das Metall an die Straße, fertig. Nachteile: Wartezeiten von Tagen bis Wochen, Mengenbegrenzungen, und auch hier gibt es keinen Erlös. Dazu kommt ein bekanntes Phänomen: Was abends an der Straße steht, ist morgens oft schon weg – eingesammelt von Straßensammlern.
Weg 3: Straßensammler – unkompliziert, aber ohne Beleg
Sammler, die mit dem Transporter durch die Wohngebiete fahren und Metall mitnehmen, ersparen Ihnen die Fahrt. Sie bekommen dafür in der Regel kein Geld – und wenn doch, wird das Gewicht meist nur geschätzt und auf Basis dieser Schätzung vergütet. Eine echte Verwiegung auf einer geeichten Waage ist genauer und für beide Seiten die sicherere Methode. Außerdem haben Sie keinen Nachweis, wo das Material geblieben ist. Wer sicher sein will, dass sein Altmetall ordnungsgemäß verwertet wird – und wer den Wert nicht verschenken möchte –, wählt einen anderen Weg.
Weg 4: Schrottplatz – der einzige Weg mit Erlös
Ein Schrott- und Metallhändler kauft Ihr Altmetall an. Sie liefern an, das Material wird nach Sorte getrennt und geeicht gewogen, und Sie bekommen den Tagespreis. Bei Eisenschrott ist der Kilopreis niedrig – hier zählt die Menge. Bei Kupfer, Messing, Aluminium, Edelstahl, Zink und Kabeln lohnt sich der Weg dagegen schon bei kleinen Mengen. Und wenn die Menge passt, sparen Sie sich die Fahrt ganz: Dann stellen wir einen Container auf Ihrem Grundstück, holen ihn gefüllt ab und rechnen nach Sortierung und Wiegung ab. Voraussetzung: ein gültiger Personalausweis, weil Schrotthändler die Identität jedes Verkäufers erfassen müssen. Wie das bei uns läuft, steht auf der Seite zum Metallankauf.
Metall entsorgen oder verkaufen: die Entscheidungshilfe
- Ein einzelnes Eisenteil (Bettgestell, Grill, Gartenstuhl): Wertstoffhof oder Sperrmüll – oder mitnehmen, wenn Sie ohnehin zum Schrottplatz fahren.
- Ein Anhänger voll Eisen (Heizkörper, Zaun, Träger, Landtechnik): Schrottplatz – das Gewicht bringt Geld.
- Kupfer, Messing, Alu, Edelstahl, Zink, Kabel in jeder Menge: Schrottplatz – die Sorte bringt Geld, auch bei einem Eimer voll.
- Regelmäßiger Anfall im Betrieb: Schrottcontainer mit Abholung – kein Weg, keine Wartezeit, Gutschrift nach jeder Leerung.
- Auflösung von Haus, Hof oder Werkstatt: Container oder Abholung durch den Händler, Abrechnung nach Sorte.
Metall entsorgen als Betrieb
Für Gewerbe gelten andere Regeln: Metallabfälle aus dem Betrieb sind gewerblicher Abfall und müssen ordnungsgemäß verwertet werden. Der Wertstoffhof ist dafür meist nicht zuständig. Der einfache Weg ist ein Schrottcontainer auf dem eigenen Gelände, der gefüllt abgeholt und nach Sortierung gutgeschrieben wird. Bei regelmäßigem Anfall vereinbaren wir feste Behälter und Abholtakte; die Gutschrift dient als Entsorgungsnachweis in der Buchhaltung.
Was nicht zum Altmetall gehört
Kunststoff, Holz, Reifen, Bauschutt, Öl und Farbreste sind kein Metall und gehören in die dafür vorgesehenen Wege. Batterien nehmen Schrottplätze nur als Bleibatterien an; alle anderen Batterien und Akkus gehören in die Sammelboxen im Handel oder zum Wertstoffhof. Verbundteile – etwa ein Gartenstuhl mit Kunststoffsitz oder ein Rasenmäher mit Motor und Öl – sollten Sie vorher zerlegen: Der Metallanteil bringt Geld, der Rest wird entsorgt.
Fazit
Wer Metall entsorgen will, ohne an den Erlös zu denken, findet mit Wertstoffhof und Sperrmüll kostenlose Wege. Wer den Wert mitnehmen möchte, fährt zum Schrottplatz – bei NE-Metallen immer, bei Eisen ab Anhängergröße. Am Niederrhein können Sie in Kevelaer (Mo–Fr 8–16:30 Uhr) und in Grefrath (Mo–Fr 7–17 Uhr, Sa 7–13 Uhr) anliefern. Was Ihr Material heute bringt, sagen wir Ihnen am Telefon: Kevelaer 02832 78597, Grefrath 02158 9539277.
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