Nicht jedes Metallteil lohnt den Weg zum Schrottplatz – und manches, was im Keller verstaubt, bringt mehr, als man denkt. Was bringt beim Schrotthändler Geld? Das hängt davon ab, welche Metallsorte in einem Gegenstand steckt und wie leicht sie sich vom Rest trennen lässt. Hier der Überblick über die häufigsten Dinge, die bei uns in Kevelaer und Grefrath ankommen: was drinsteckt, was es wert ist und was Sie vorher abbauen sollten. Konkrete Preise nennen wir am Telefon, denn sie ändern sich täglich.
Heizkörper: Masse zählt, das Ventil ist der Bonus
Alte Rippen- und Plattenheizkörper sind Eisenschrott – viel Gewicht, niedriger Kilopreis. Ein einzelner Heizkörper bringt entsprechend wenig, ein Anhänger voll nach der Heizungssanierung schon mehr. Der eigentliche Bonus sitzt am Rand: Thermostat- und Absperrventile sind aus Messing und werden als eigene Sorte deutlich höher bezahlt. Abschrauben, in einen Eimer, getrennt anliefern. Wasserreste vorher ablaufen lassen.
Kupferrohre, Armaturen und Dachrinnen: die Gewinner
Kupfer ist die wertvollste Sorte, die aus einem Haus kommt. Wasser- und Heizungsrohre, Kessel, Dachrinnen und Fallrohre aus Kupfer lohnen sich schon in kleinen Mengen. Messingfittings und Eisenteile abschrauben oder absägen, dann wird das Rohr als blankes oder ummanteltes Kupfer bewertet statt als Mischkupfer. Alles Weitere auf der Seite zum Kupferankauf.
Kabel: Stecker ab, abisolieren nach Kupferanteil
Kabelreste vom Bau, alte Verlängerungen, Steuerleitungen aus der Werkstatt: Kabelschrott wird nach Kupferanteil bezahlt – dicke Leiter mit dünner Isolierung bringen am meisten. Stecker sollten Sie abschneiden, denn Kabel ohne Stecker werden höher vergütet. Abisolieren lohnt sich nur bei hohem Kupferanteil: Dann wird der blanke Draht als Kupfer bezahlt, bei dünnen Leitungen frisst der Aufwand den Mehrerlös. Was gegen den Eimer Kabel spricht: nichts. Mehr auf der Seite zum Kabelankauf.
Alufelgen: nur ohne Reifen
Ein Satz Alufelgen ist ein klassischer Schrottplatz-Kandidat – aber nur ohne Reifen. Bleibt das Gummi drauf, berechnen wir die Entsorgung als Altreifen, und das frisst den Erlös. Also vorher abziehen oder abziehen lassen, dann wird die Felge als Aluminium bezahlt. Stahlfelgen sind dagegen Eisenschrott – der Magnet verrät den Unterschied. Details zum Aluminiumankauf.
Fahrräder: so wie sie sind – besser ohne Zubehör
Ein altes Fahrrad ist meist Mischschrott: Stahlrahmen, Felgen, Kette. Aluminiumrahmen sind die bessere Sorte, wenn sie getrennt angeliefert werden. Abmontieren müssen Sie nichts – Sattel, Reifen, Kunststoffteile und Lampen dürfen dranbleiben. Wer sie vorher abbaut, bekommt aber den besseren Preis, weil dann nur Metall auf der Waage liegt. Bei einem einzelnen Rad geht es um wenige Kilo; wer den Keller ausräumt und mehrere Räder mitbringt, spürt es eher.
Werkzeug, Maschinen und Gartengeräte
Hämmer, Zangen, Schraubstöcke, Schubkarren, Rasenmähergehäuse ohne Motor und Öl, Gartenzäune, Zaunpfähle: alles Eisen- und Stahlschrott, bezahlt nach Gewicht. Motoren enthalten Kupferwicklungen und werden als eigene Sorte bewertet – wer sie ausbaut und getrennt anliefert, bekommt mehr. Öl und Kraftstoff müssen vorher raus.
Edelstahlspüle, Töpfe und Besteck
Echter Edelstahl (V2A) ist deutlich mehr wert als Eisen. Spülen, Töpfe, Pfannen und Besteck aus Edelstahl: alles willkommen. Siphon, Armatur und Kunststoffgriffe müssen nicht unbedingt ab – ohne bringt es aber mehr, weil dann nur Edelstahl gewogen wird. Der Test ist einfach – bleibt der Magnet hängen, ist es kein Edelstahl. Töpfe mit Kupfer- oder Aluboden sind Verbundmaterial und werden niedriger bewertet. Mehr zum Edelstahlankauf.
Zinkrinnen, Bleireste und Autobatterien
Alte Dachrinnen und Fallrohre sind oft Zink – als eigene Sorte ein Vielfaches des Eisenpreises wert. Bleireste vom Dach, Bleirohre und Ausgleichsgewichte sind Weichblei. Und die alte Autobatterie aus der Garage? Blei-Säure-Batterien kaufen wir an und vergüten sie nach Gewicht – aufrecht und unbeschädigt anliefern. Andere Batterien und Akkus nehmen wir nicht. Details auf der Seite zu Blei, Zink und Zinn.
Messing im Haushalt: Schlüssel, Beschläge, Wasserhähne
Alte Schlüssel, Türbeschläge, Kerzenständer, Wasserhähne und Armaturen bestehen meist aus Messing – gelb, unmagnetisch, wertvoll. Kunststoffgriffe, Kartuschen und Eisenanschlüsse am besten abbauen – Pflicht ist es nicht, aber es bringt mehr. Den Rest in einen Eimer. Verchromte Armaturen sind unter dem Chrom fast immer Messing. Mehr zum Messingankauf.
Was sich nicht lohnt – und was kein Metall ist
Ein einzelner Heizkörper, ein Fahrrad, eine Handvoll Nägel: Metall ist es, aber der Weg lohnt sich nur, wenn Sie ohnehin unterwegs sind oder mehr zusammenkommt. Kunststoff, Holz, Reifen, Bauschutt, Öl oder Sondermüll bringen am Schrottplatz kein Geld – das ist Abfall, der entsorgt werden muss. Vieles davon nehmen wir an unseren Wertstoffhöfen in Kevelaer und Grefrath trotzdem an, und für größere Mengen stellt unser Containerdienst den passenden Behälter.
Was bringt beim Schrotthändler Geld? Die einfache Regel
- Magnet anlegen: hängt er, ist es Eisen – Masse zählt. Hängt er nicht, ist es Kupfer, Messing, Alu, Zink oder Edelstahl – Sorte zählt.
- Alles Unmagnetische in eigene Eimer, getrennt nach Farbe: rot (Kupfer), gelb (Messing), silber-leicht (Alu), silber-schwer (Edelstahl), grau-weich (Blei, Zink).
- Fremdstoffe ab: Kunststoff, Holz, Reifen, Öl.
- Vor der Fahrt anrufen und den Tagespreis erfragen: Kevelaer 02832 78597, Grefrath 02158 9539277.
Metall ist Rohstoff, kein Abfall – Hintergründe dazu beim Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung. Wo Sie anliefern können und wie der Preis entsteht, lesen Sie auf der Seite zum Metallankauf und zu unseren Schrottpreisen.
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